Informationen zur Rürup Rente

Die Basis-Rente oder auch Rürup-Rente genannt kann prinzipiell jeder abschließen. Im Gegensatz zur Riester-Rente handelt es sich dabei nicht um eine Zulagenförderung, sondern um ein Altersvorsorge-Modell mit Steuervergünstigungen. So lassen sich die Beiträge in Höhe von 20.000 bzw. 40.000 EUR (Alleinstehende/Ehepaare) pro Jahr anrechnen, wobei das Finanzamt im Jahr 2007 immerhin 64% als Sonderausgaben anerkennt. Im Jahr 2025 werden das sogar 100% sein, da jährlich der abzugsfähige Anteil um 2% steigt. (In die 20.000 bzw. 40.000 EUR werden ggf. Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung und berufsständische Versorgungswerke eingerechnet.)

Sinnvoll und geeignet ist ein Rürup-Vertrag für alle Selbständigen, da die Basisrente im Grunde genommen die einzige Möglichkeit einer staatlich geförderten Altersvorsorge für diese Zielgruppe darstellt. Aber auch Arbeitnehmer und Angestellte können sie abschließen und die steuerlichen Vorteile nutzen. Insofern man förderungsfähig für die Riester Rente ist, so sollte man diese eigentlich auch zuerst nutzen, da dort eine Zulagenförderung vorgesehen ist und somit die Rendite auch ein wenig besser ist. Möglich ist auch, dass man als Selbständiger indirekt Riester-förderungsfähig wird, genau dann wenn der Ehepartner es ist und einen Vertrag dazu hat.

Die Rürup-Verträge machen vor allen Dingen dann Sinn, wenn man recht hohe Beiträge einzahlen will. Ältere Sparer schneiden besonders gut ab, da sie einen höheren Teil steuervergünstigt einbringen können als sie später bei den Rentenauszahlungen versteuern müssen. Denn die Rürup-Rente unterliegt der nachgelagerten Besteuerung. Die Renten werden ab 2040 voll steuerpflichtig sein, bis dahin ist das Jahr des Renteneintritts maßgebend für die Höhe der Besteuerung. Wer im Jahr 2008 in Rente geht, muss 56% versteuern. Im Jahr 2015 sind es schon 70% usw.

Nachteile ergeben sich vor allem bei der Unflexibilität: Der Vertrag kann später nicht verkauft, beliehen, vererbt und auch nicht auf eine andere Person übertragen werden. Ebenso besteht kein Kapitalwahlrecht bei Rentenbeginn, das frühestens bei dem 60. Lebensjahr liegen kann. Dem entgegen stehen natürlich die immensen steuerlichen Vorteile, die für mehr Rendite sorgen, die kaum mit einer privaten Rentenversicherung bei gleicher Produktrendite erreicht werden können.